Naturschutzbund – Einsatz für Natur und Umwelt


Seit er im Jahre 1899 in Stuttgart von Lina Hähnle gegründet wurde, trägt der Naturschutzbund heute zur Erhaltung der Lebensgrundlage des Menschen und des Umweltschutzes bei. Anfangs noch „Bund für Vogelschutz“ wird er Anfang der 90er Jahre zum gesamtdeutschen Naturschutzbund Deutschland (NABU), nachdem er sich mit den Landesverbänden der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik vereint hatte. Damit ist die nichtstaatliche Organisation seit über 100 Jahren mit dem direkten Ziel des Naturschutzes – auch außerhalb des Landes – aktiv. Durch seinen Einsatz zum Schutz der Gewässer, bedrohter Tierarten oder zum Erhalt ganzer Waldstriche sollen diese und nächste Generationen den Weg zu nachhaltigem Umweltschutz bereiten. Mit über 5.000 Schutzgebieten in Deutschland und 80 Naturzentren deutschlandweit widmen sich die Mitglieder der Zukunft und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt.


Nabu auf einen Blick

Nabu Vogel Logo

Seit 1899 setzt sich NABU für den Naturschutz ein (c) Nabu / www.nabu.de

  • Homepage: www.nabu.de
  • Fördermitglieder: über 500.000
  • Vertreten in 80 Naturschutzzentren deutschlandweit
  • Gegründet: 1899


Stellung und Organisation des Naturschutzbundes (NABU)

Unter Präsident Olaf Tschimpke und mit Hilfe von über 500.000 Mitgliedern ist der Naturschutzbund einer der größeren und anerkannten Naturschutzverbände. Mit der Bundesgeschäftsstelle in Berlin, organisiert sich der Verband insgesamt in etwa 2000 lokalen Gruppen und unterhält mehrere Geschäftsstellen und Landesverbände in fast allen deutschen Bundesländern. Organisatorisch reicht die Struktur des NABU bis zu einzelnen Ortsgruppen in Gemeinden. So beispielsweise auch in Thüringen, wo der Flugplatz Gotha vom NABU zu einer ökologisch wertvollen Fläche mit geschützten Arten erklärt wurde.

Etwa gleich strukturiert arbeitet die Naturschutzjugend (NAJU), die unabhängige Jugendorganisation des NABU. Sie erlebt ihre Geburtsstunde bereits in den 80ern und zählt mit über 75.000 Mitgliedern mittlerweile zu den Deutschlands größten Kinder- und Jugendverbänden.


Wie schützt der NABU die Natur?

Nabu Eulen Kaukasus

Artenschutz von Eulen im Kaukasus (c) iStock.com / marlenka

Der Naturschutzbund bewahrt die Natur selbstverständlich nicht alleine. Durch wissenschaftliche Forschung, poli- tischem Engagement, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit versucht er Menschen ein Bewusstsein für die Natur zu verschaffen. Gespräche mit Politikern und der Austausch mit wirtschaftlichen Gremien zu allen Themen vom Arten-, über Natur- bis hin zum Wasserschutzgebiet gehören genauso zum umweltpolitischen Engagement wie die internationale Zusammenarbeit im Fachbereich International. Letzterer steht für die zumeist europäischen Aktivitäten der ehrenamtlichen Helfer, auch mit den Auslandspartnern wie BirdLife International, und für Projekte außerhalb Deutschlands wie:

  • Natur- und Artenschutzprojekte in verschiedenen Gebieten wie dem Kaukasus, Kirgisistan oder Ostafrika
  • Internationale Konferenzen oder deren Durchführung (z.B. die „Europäische Fledermausnacht“)
  • Aktionen wie BirdWatch, einer Reihe von Vogelbeobachtungen zum Thema Zugvögel und deren Schutz

Durch seinen europäischen Standort mit Büro in Brüssel hat der Naturschutzbund an internationaler Bedeutung gewonnen.


Was wird vom NABU geschützt?

Ähnlich wie bei der Non-Profit-Organisation Greenpeace Im Bundesverband des NABU selbst sind über 30 Ehrenamtler in Fachausschüssen und Arbeitsgruppen zu speziellen Themen tätig, die sowohl Artengruppen wie Vögel (Grünspecht, Habicht, Eule und Wintervögel) und Insekten oder umweltpolitisch Verkehr und Abfall sowie die Nutzung von Land behandeln. Auch hier gibt es einige Projekte, die der Naturschutzbund ins Leben gerufen hat:

Nabu Plastikflasche Sand

Schutz vor Plastikmüll im Meer (c) iStock.com / rai36de

  • Plastikmüll im Meer
  • Stunde der Gartenvögel
  • Havel-Renaturierung
  • Blaues Band
  • Torffrei gärtnern


Welche Projekte unterstützt der NABU?

Besonders erwähnenswert ist das Projekt „Willkommen Wolf“. In diesem Jahr feiert der NABU 10jähriges Jubiläum in diesem Projekt, das mit 450 Wolfsbotschaftern vor Ort präsent ist. Diese kümmern sich seit Beginn an um die Vorurteile, Sorgen und Ängste rund um das Thema Wolf und kann mittlerweile 35 Wolfsfamilien in Deutschland verzeichnen. Größter Erfolg ist, dass der Umgang mit dem Wolf seit seinem Auftreten vor 15 Jahren mittlerweile normal geworden ist.

Selbst mit der gemeinnützigen Stiftung NABU Stiftung Nationales Naturerbe hat der Naturschutzbund ein Projekt ins Leben gerufen, das sich mit dem Kauf ausgewählter Naturschutzflächen beschäftigt. Die Stiftung gewinnt so einen Lebensraum für bedrohter Tier- und Pflanzenarten und setzt sich somit ebenso mit Nachhaltigkeit für Natur und Umwelt ein.


Weitere Menschenrechts- und Umweltschutzprojekte

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1 Kommentar

  1. Ich bin selbst Mitglied im NABU und engagiere mich in einer Ortsgruppe mit eigener Satzung, gewählten Vorstand usw. Wir kämpfen um den Erhalt von NSG-/ FFH-gebieten, Biotope und mehr. Dabei muss ich immer wieder feststellen, dass bei den meisten Einwohnern der Region die Bedeutung von Natur und Umwelt nicht gelebt wird. Im Rahmen der NABU-Struktur sind wir kein selbst eingetragener Ortsverein, obwohl wir alle Voraussetzungen hätten. Hinsichtlich möglicher Klagen zur Durchsetzung der für uns wichtigen gesetzlichen Regelungen sind wir nicht autorisiert. Nach meinen mir vorliegenden Informationen ist das nur der Landesverband. Nun fängt Natur-, Klima-und Umweltschutz nach meiner Auffassung in der kleinsten Einheit an. Wir können in Planungsphasen nach Aufforderung beteiligt werden, jedoch haben wir so kaum Möglichkeiten im Rahmen von Controlling und „Transparenz“ Festsetzungen durchzusetzen. Der Landesverband kann sich nun nicht um alles kümmern. Eine Garantenpflicht in kommunalen Verwaltungen ist mir nicht bekannt. Oftmals würde es „nur“ um die Durchsetzung eines „Tätig werden“ gehen.

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