Ökostrom statt Atomkraft: Energiewende startet ins vierte Jahrzehnt


Mit dem Bau von neuen Windrädern, Biomasse Anlagen, Stromtrassen und Wasserkraftwerken steht die Frage jedes Nutzers im Raum, welche Auswirkungen die Energiewende auf die Strompreise hat und inwiefern ein Wechsel zu echter Ökostrom Politik wirklich von Vorteil ist. Da der Energieverbrauch heutzutage noch immer viel zu hoch ist und individuell selten auf Energieeinsparung geachtet wird, stellt sich die Frage, welche Energiequelle die Energieversorgung in der Zukunft sichert. Nachdem sich aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht auf eine einzige Energiequelle verlassen werden kann, liegt das Ziel in einem Strommix aus verschiedenen regenerativen Energiequellen. Erneuerbare Energien werden aufgrund der Vielfalt verschiedenster technischer Möglichkeiten erfolgreich sein, sodass grüner Strom als echter Ökostrom noch mehr Einzug in die alltägliche Stromversorgung findet.


Anforderungen an Ökostromanbieter

Mit dem Ziel von Energiegewinnung aus Ökostrom Anlagen, worin Netze den Strom bringen und dort auch von Bio- bzw. Ökogas-, Wind- und Sonnenproduzenten abgeholt werden, entstehen neue Anforderungen an die Steuerung des Verbrauchs, die Speicherung des Stroms und der intelligenten Nutzung von Netzen. Der Ökostromkunde soll dabei die Sicherheit erhalten, dass das investierte Geld nicht in Atomkonzerne fließt, sondern für den Ausbau der erneuerbaren Energien verwendet wird.

    Kriterien bei der Wahl der richtigen Ökostromanbieter und ihrer Tarife:

  • Bundesweite Verfügbarkeit
  • Echter Ökostrom mit Gütesiegel
  • Zertifikate für Stromanbieter und echter Ökostrom
  • Unabhängig von Atomkonzernen
  • Ggf. Gewerbekunden Angebote


Echter Ökostrom und Stromanbieter: Auf Gütesiegel und Zertifizierung kommt es an

Damit man sich als echter Ökostrom Nutzer sicher sein kann, dass das Geld ausschließlich in die Produktion von erneuerbaren Energien fließt, sollte man bei der Wahl vom Ökostromanbieter auf dessen Zertifizierung und Gütesiegel achten.

Echter Ökostrom Solar Anlagen

Umweltschonend erzeugter Strom muss Basis jedes Ökostromanbieters sein

Echter Ökostrom wird u. a. nach diesen Kriterien klassifiziert und der entsprechende Stromanbieter danach ausgewählt. Neben Greenpeace setzen sich noch weitere renommierte Ökostromanbieter für den Ausbau von erneuerbaren Energien ein. Die Wahl der Anbieter erfolgt dabei auf der Basis, wer ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft. Stiftung Warentest hat hier Prüfungen durchgeführt, die sowohl das Gütesiegel als auch die Zertifizierung des Anbieters genau unter die Lupe nehmen. Der Ökostromanbieter LichtBlick hat dabei aufgrund seiner Serviceleistungen, dem Informationsangebot für Neukunden und den Bedingungen der Ökostromtarife mit GUT abgeschnitten. Auch das Gütesiegel und eine echter Ökostrom Zertifizierung kann man bei diesem Anbieter finden. Doch wie kommt es zu den beiden Auszeichnungen und wer vergibt sie?


Echter Ökostrom: Gütesiegel und Zertifizierung

Das Gütesiegel und Zertifizierung für echter Ökostrom wird in der Regel von OK Power-Label oder TÜV Nord vergeben. Kriterien mit höchsten Ansprüchen sind dabei folgende:

Umweltverträglichkeit
Verbraucherfreundlichkeit


Wandel oder Wende in der Energiepolitik?

Echter Ökostrom Atomausstieg Schild

Echter Ökostrom statt Atomkraft

Ein Ereignis hat sich im kollektiven Gedächtnis bis heute verankert: die Ölkrise der 70er Jahre. Zum ersten Mal wurde im Alltagsleben spürbar, dass die Ressourcen der Erde – nicht nur an Erdöl – begrenzt sind und Energie nicht unendlich verfügbar ist. Der Schock der Energiekrise sitzt tief in der Gesellschaft, denn der Mangel ist konkret erfahrbar. Das auf stetiges Wachstum ausgerichtete Lebens- und Wirtschaftsmodell ist infrage gestellt. Aus dieser Krise heraus wird die Notwendigkeit des Energiesparens und echter Ökostrom als gesellschaftlicher Konsens erkannt. Und die Öko-Partei „Die Grünen“ wird mit einem zunächst alternativen Gesellschaftsentwurf schließlich eine gestaltende Kraft in Deutschland.

    Auf der Ebene des politischen Handelns werden zwei Ziele angestrebt:

  • Der Verbrauch von Energie muss geringer werden: „Energie sparen“ als Leitmotiv führt in vielen Bereichen zu einem Paradigmenwechsel. Neue Produkte und innovative Techniken im Rahmen echter Ökostrom Politik werden entwickelt. Die Diversifizierung der Energiequellen bleibt bis heute ein wesentliches Ziel. Denn seit den 70er Jahren ist auch deutlich geworden, dass die Verknappung von Rohstoffen und Energieträgern politisch motiviert ist – durch Staatskrisen, durch Revolutionen, durch Boykottmaßnahmen usw.

  • Also muss Energie aus vielen Ressourcen wie aus Wasserkraft, Atomkraftwerken, Kohle, Sonne, Wind und schließlich aus Öl und Erdgas sowie der Fracking Methode zur Verfügung stehen, um die Versorgung mit Energie auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Trägt in den 70er Jahren vor allem Strom aus Atomkraftwerken (AKW) zur Energieversorgung bei, so soll jetzt die Wende zu echter Ökostrom Politik erfolgen.


Was ist Atomstrom?

Echter Ökostrom Atomstrom Atomkraftwerke

Atomkraftwerke zur Stromerzeugung

Die in Kraftwerken mittels Kernspaltung erzeugte Energie wird in Strom umgewandelt. Die Atomkraft hat in der technikfreundlichen und fortschrittsgläubigen Zeit der 50er bis 80er Jahre viele Verfechter. Scheint sie doch alle Probleme zu lösen: Als eine saubere, emissionsarme Technik kann sie innerhalb kurzer Zeit zuverlässig hohe Strommengen erzeugen mit echter Ökostrom TÜV Garantie. Atomkraft soll Deutschland von Stromimporten unabhängig machen und mit billigem Strom statt echter Ökostrom die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. Deutsche Atomkraftwerke mit ihren hohen technischen Sicherheitsstandards gelten als Exportschlager. Die Gefahren während des Betriebs und die erhöhte Strahlenbelastung sind bis heute umstritten. Dennoch erfahren die umstrittenen AKWs mit dem globalen Ziel der CO2-Minimierung eine Renaissance – gelten sie doch emissionsarm. Völlig ungelöst ist die Entsorgung bzw. Endlagerung des strahlenden Mülls. Hier liegen für künftige Generationen die größten Herausforderungen im Umgang mit Kernenergie. Die Kosten und Risiken, die auf die künftigen Generationen zukommen, sind ungleich größer – auch dies ist ein wesentliches Motiv, aus dieser Technologie auszusteigen.


Der zweifache Atomausstieg

Echter Ökostrom Fukushima

Die Katastrophe in Fukushima hat maßgeblich zum Atomausstieg beigetragen.

Bis 2022 sollen alle AKWs in Deutschland abgeschaltet werden. Bereits die rot-grüne Regierung hat das Ende der Atomkraft in Deutschland beschlossen – damals gegen große Widerstände. Mit dem Machtwechsel in Berlin glaubten die großen Energieerzeuger und Ökostromanbieter weiter auf Atomkraft setzen zu können, die schwarz-gelbe Koalition macht den Ausstieg zunächst rückgängig. Doch der politische Wandel und das Aus für die Atomkraft kommen mit der Katastrophe in Fukushima/Japan, wofür sich auch Amnesty International eingesetzt hat. Dort wird zum wiederholten Mal nach Tschernobyl 1986 deutlich, dass ein Unfall in einem Reaktor ganze Regionen und Länder für Generationen unbewohnbar macht.


Echter Ökostrom und seine Energiequellen

Energie sparen und Energieversorgung, Klimawandel bzw. –katastrophe sind die wesentlichen Argumente für ressourcenschonendes Wirtschaften. Der globale C02-Ausstoß muss minimiert werden. Echter Ökostrom setzt bewusst nur regenerative Energiequellen ein, die sich diesem Ziel verpflichtet fühlen.

    Echter Ökostrom und seine „natürlichen“ Energiequellen:

  • Wasserkraft
  • Windenergie
  • Sonnenenergie
  • Bio- bzw. Ökogas
  • Erdwärme


Echter Ökostrom und seine Vorteile der Energiewende

  • Neue Projekte und neue Unternehmen generieren einen Wachstumsmarkt für zukünftige Energieversorgung.
  • Es zeichnet sich eine Tendenz zu regionalen und kleinteiligen Lösungen ab.
  • Die Diversifizierung nimmt zu.
  • Weniger CO2 Ausstoß schafft bundesweit neue Arbeitsplätze und will bis 2020 auf eine halbe Million Arbeitsplätze aufstocken.
  • Die Energiewende setzt auf eine Ökonomie im Einklang mit den Naturgesetzen, nicht auf Ausbeutung der Ressourcen.

Mit dem EEG ist die gesetzliche Grundlage geschaffen, wie der Umbau der Energieversorgung zu finanzieren ist. Dieser ist in vollem Gange und es bleiben dennoch offene Fragen im Rahmen der Versorgungssicherheit, der Kapazitäten der alternativen Energien und der Kosten des Umbaus. Verlierer sind dabei die großen Energieversorger, die zu lange auf Atomenergie und Kohlekraftwerke gesetzt haben und nicht in echter Ökostrom Politik investieren wollten. Deutschland ist mitten im Umbau der Energieversorgung: Die Atomkraftwerke laufen noch, um Kohle wird aktuell gestritten und die Offshore-Windparks sind noch nicht am Netz, da die Leitungen fehlen. Letztlich wird echter Ökostrom sich lohnen, denn ökologisch handeln und ökonomisch wirtschaften sind zukünftig keine Gegensätze mehr, sondern die Basis unseres Wohlstandes.


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