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Umweltgerechtes Verpackungsdesign

Umweltgerechtes Verpackungsdesign spielt für viele Marken eine wichtige Rolle. Die Kaufentscheidung am POS wird letztendlich auch über die Verpackung und damit der Attraktivität eines Produktes bestimmt.

Das Verpackungsdesign ist nicht unerheblich für die Kaufentscheidung (c) iStock.com / ShotShare

Eine Vielzahl von Aspekten kann den Konsumenten animieren, ein Produkt zu erwerben – oder eben nicht. Der Verbraucher schaut heutzutage auf der einen Seite immer mehr nach Inhaltsstoffen. Auf der anderen Seite soll die Verpackung auch höchsten Ansprüchen genügen, sprich Nachhaltigkeit garantieren. Denn es ist schon irritierend für den Kunden, wenn sein Bio-Gemüse in zwei Quadratmeter Plastikfolie eingeschweißt ist.

Nachhaltiges Verpackungsdesign als Herausforderung für Designer

Nachhaltigkeit einer Marke darf natürlich bei der Verpackung nicht enden. Die Bedürfnisse des Verbrauchers müssen in der Verpackungsentwicklung berücksichtigt werden. Was sind die Herausforderungen für Designer?

Umweltgerechtes Verpackungsdesign wird zur Notwendigkeit (c) iStock.com / pagadesign

Wie können Lösungen für ein umweltgerechtes Verpackungsdesign aussehen?

Die Verpackungsindustrie gilt als eine der innovativsten. Welche Wege werden beschritten, um nachhaltige Verpackungen zu kreieren? Hier drei Beispiele:

Die Endlichkeit von Rohstoffen, insbesondere von Erdöl, wird die Entwicklung von Verpackungsdesigns zunehmend beeinflussen. Die Ressourcenknappheit verlangt geradezu nach umweltgerechterem Verpackungsdesign. Auch der Gesetzgeber wird zwangsläufig regulierend eingreifen und klimaverträgliche Ziele vorgeben, um dem Klimaschutz Rechnung zu tragen.

Neue Materialien für Verpackungen

Um Verpackungsmüll zu vermeiden, wird auf lokaler Ebene ja bereits mancherorts versucht, Waren wie Gemüse oder Obst lose zu verkaufen. Der Verbraucher sorgt also selbst für die Verpackung, indem er den eigenen Einkaufskorb für den Einkauf schultert. Außerhalb dieses „Mikrokosmos“ wird es schwierig, gänzlich auf Verpackungen zu verzichten. Verpackungen sind notwendig, etwa zum Schutz beim Transport und aufgrund von Hygiene-Bestimmungen.

Biokunststoffe sollen dem Problem gegebenenfalls Abhilfe schaffen können. Doch nicht alles, was den Namen „Bio“ trägt, wird dem auch gerecht: Biokunststoffe sind schwer abbaubar und daher nur bedingt als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen zu sehen.

Daher beschäftigt sich die Forschung mit immer neuen kreativen Ansätzen zur Materialgewinnung von Verpackungen: Pilze, Disteln, die Schalen von Krabben, Muscheln und Austern, die Nutzung von Agar oder Sand, ja selbst recyceltes Ozeanplastik werden getestet. Zudem essbare Verpackungen, pflanzbare Kartons, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Blättern – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bei all diesen Herausforderungen für die Zukunft der Verpackung ist natürlich auch zu berücksichtigen, ob der Verbraucher letztendlich bereit ist, diesen Mehraufwand bei Verpackungen und den damit einhergehenden höheren Preis für das Produkt zu zahlen.