Umweltorganisation: Greenpeace


Greenpeace ist eine transnational agierende Non-Profit-Organisation, die 1971 in Vancouver/Kanada von Umweltaktivisten gegründet wurde. Sie hat ihren Sitz in Amsterdam/Niederlande. Seit 2009 ist der Umwelt- und Menschenrechtsaktivist Kami Naidoo als erster Afrikaner Direktor der Organisation. Im Jahre 2012 hatte Greenpeace ca. 3 Millionen Fördermitglieder und beschäftigte rund 2500 Angestellte. Die Stiftung verfügt weltweit über ungefähr 40 Büros.

Greenpeace auf einen Blick

Greenpeace Logo Grün

Seit 1971 ist Greenpeace international für Umweltschutz aktiv (c) Greenpeace / www.greenpeace.de

Homepage: www.greenpeace.de
Fördermitglieder: 2,8 Millionen
Vertreten in über 40 Ländern
Gegründet: 1971

Die Ziele von Greenpeace

Seit ihren Anfängen in den 70er Jahren ist die Umweltstiftung nach niederländischem Recht für ihre öffentlichwirksamen Kampagnen bekannt und immer wieder in den Medien.
Ziele, denen sich Greenpeace verschrieben hat, sind unter anderem:

  • Umweltschutz im Allgemeinen
  • Kampf gegen die Atomenergie
  • Kampf gegen Walfang
  • Artenschutz

Methoden und bedeutende Aktionen in der Geschichte von Greenpeace

Greenpeace Banner in Stadt

Mit Protestaktionen und Infoständen macht Greenpeace auf sich und die Umwelt aufmerksam (c) Die-Newsblogger.de / pixelio.de

Die Umweltaktivisten bevorzugen, die der Name bereits erahnen lässt, die direkte Aktion, denn durch aktives Handeln und offensives Auftreten kann man die Öffentlichkeit am besten auf Missstände aufmerksam machen. So organisieren die Aktivisten zum Beispiel Protesten in Gruppen an Orten, von denen sie denken, dass dort der Umweltschutz massiv gefährdet wird, wie etwa Atomkraftwerke, diverse Konzerne und auch Kampagnen an Orten wie zum Beispiel der offenen See, wenn es darum geht, den Walfang zu bekämpfen.

Auf dem Meer werden sogar eigene Schiffe (Altair, Beluga II, Esperanza, Arctic Sunrise) eingesetzt. An den genannten Orten wird mit Plakaten und Transparenten protestiert. Schlagwörter der Aktionen sind dabei Gewaltfreiheit und friedlicher Protest. Die Umweltstiftung publiziert ein eigenes Magazin und verkauft umweltbewussten Verbrauchern Strom aus regenerativen Energiequellen.

Die Rainbow Warrior

Wenn man an die Geschichte von Greenpeace denkt, fällt einem sofort das traurige Beispiel der Rainbow Warrior ein, das organisationseigene Schiff, dass im Jahre 1985 während einer Protestaktion im neuseeländischen Auckland durch eine Gruppe Agenten des französichen Geheimdienstes versenkt wurde. Bei dem Vorfall verstarb der Umweltaktivist und Fotograf Fernando Pereira.

Greenpeace Protest gegen Mahagoni-Import

Ebenfalls sehr medienwirksam war der Protest gegen den US-Import von brasilianischem Mahagoni-Holz. So wurde das Frachtschiff von einer Gruppe Aktivisten geentert. Es gab sogar eine Anklage gegen die Umweltstiftung, die dann jedoch fallengelassen wurde.

Weitere Greenpeace Proteste:

Desweiteren gab es Proteste gegen den IT-Hersteller Apple, gegen H&M, RWE. Dank der Aktivisten konnten der kommerzielle Walfang und Atomtests auf Amchitka/Alaska gestoppt werden. Darüberhinaus protestiert Greenpeace auch aktiv gegen Fracking und für die Aufrechterhaltung von Wasserschutzgebieten.

Greenpeace in der Gesellschaft

Greenpeace Biene Schutz

Auch für den Schutz der Bienen setzt sich Greenpeace aktiv ein (c) luise / pixelio.de

An der Umweltstiftung und ihren Kampagnen scheiden sich in der Gesellschaft die Geister. So gibt es selbstverständlich sehr viele Fördermitglieder und Anhänger. Den Aktivisten etwa eilt der Ruf vorraus, sehr radikal und zu gewissen Teilen auch „weltfremd“ zu sein. So kommt auch immer wieder zur Sprache, dass die Protestgruppen während Kampagnen Sicherheitsbestimmungen missachten und Missstände anprangern, die für eine gesellschaftliche Entwicklung unumgänglich sind.

Kritik an Greenpeace

Es wird auch immer wieder kritisiert, dass die Organisation nicht unbedingt ein Vorbild hinsichtlicher der demokratischen Strukturen ist. Ein ehemaliger Mitarbeiter ist der Meinung, dass Greenpeace eine kommerzielle Firma ist, die Menschen ein gutes Gewissen verkaufen will. Wie auch immer – die Umweltstiftung und ihre Gruppen regen uns dazu an, über den Tellerrand zu blicken und über unseren ökologischen Fußabdruck nachzudenken.

Weitere Umwelt-Organisationen:

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1 Kommentar

  1. Leider gelten die hehren Grundsätze, die sich Greenpeace auf die Fahne geschrieben hat, nicht innerhalb der Organisation Greenpeace Deutschland. So Lässt die Geschäftsführung in Hamburg Mobbing in der Gruppe Freiburg zu, ohne irgend etwas dagegen zu unternehmen.

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