WWF: Natur- und Tierschutzorganisation mit weltweiten Kampagnen


Tierschutz und WWF – die beiden Begriffe gelten nahezu als Synonym, denn die Stiftung mit Schweizer Wurzeln kennt mittlerweile fast jedes Kind, das berühmte Logo mit dem stilisierten schwarz-weißen Panda findet sich auf Stickern und vielen anderen Produkten, die mit dem Tierschutz in Verbindung stehen.

Der WWF: Geschichte und Ziele der Stiftung

Der Geburtsort der WWF-Tierschutzorganisation liegt in der Schweiz: In Gland, im Kanton Waadt, wurde die Stiftung im Jahr 1961 gegründet. Mittlerweile ist sie weltweit in mehr als 80 Ländern aktiv. Die Abkürzung steht übrigens für „World Wide Fund for Nature“, bis zum Jahr 1987 war stattdessen die Bezeichnung „World Wildlife Fun“ geläufig.

Als internationale Organisation setzt sich der WWF nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für den Naturschutz ein. Mit dieser Verbindung aus Umwelt- und Artenschutz möchte die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der biologischen Vielfalt leisten. Sie finanziert sich größtenteils über Spendengelder. Diese finanzielle Mittel setzt sie international für unterschiedliche Schutzprojekte ein.

Der Panda – das Wappentier des WWF. (c) iStock.com/yesfoto

Die Ziele des WWF fasste der ehemalige Generaldirektor, Claude Martin, im Jahr 2016 kurz und treffend zusammen: „Unsere Ziele waren noch nie eindeutiger – den Klimawandel bremsen, Giftstoffe in der Umwelt reduzieren, unsere Meere und Gewässer schützen, das Waldsterben stoppen und Arten erhalten.“ In den Jahren nach der Gründung setzte der WWF für den Tierschutz und den Erhalt der Umwelt auf kleinere, eher spontane Projekte. Spätestens seit den 70er-Jahren dagegen stehen eher langfristigere Projekte im Fokus. Ihr Ziel ist der Erhalt einer ganzen Region oder Tierart.

Kampagnen und Projekte: So arbeitet die Naturschutzorganisation

Die nationalen Sektionen der Umweltschutzorganisation engagieren sich weltweit für die unterschiedlichsten Projekte und Kampagnen, mit denen sie bedrohte Tierarten und die Umwelt schützen und retten möchten. In Deutschland setzte sich die Stiftung beispielsweise gegen die Elbvertiefung ein, aber auch potenziell gefährdete Tiere wie Luchse, Wölfe, Seeadler oder Robben stehen hierzulande im Fokus. In China ist ein wichtiger Schwerpunkt der Schutz des Pandas, des WWF-Wappentieres. Viele Menschen kennen die Organisation außerdem als Initiator der internationalen Tigerschutzkonferenz. Projekte für den Schutz der Arktis und bedrohter Tierarten wie Elefanten, Haie oder Delfine, sind ebenso vertreten wie das Engagement gegen Wilderei und für eine nachhaltige Fischerei.

WWF: Kritik und Vorwürfe

Im Laufe seiner Geschichte gab es neben Lob auch immer wieder Kritik an der Arbeit des WWF. Ein Beispiel sind die regelmäßigen Kooperationen mit Unternehmen und Politikern sowie Großspenden an die Organisation von Unternehmen. Während diese Zusammenarbeit durchaus auch als positiv gesehen wird, befürchten Kritiker, dass der WWF auf diese Weise an Unabhängigkeit verlieren könnte. Ein besonders in Deutschland bekanntes Beispiel ist die Zusammenarbeit der Stiftung mit Krombacher. Gerichtlich wurde festgelegt, dass die Werbung rund um die Unterstützung der Projekte zum Schutz des Regenwaldes eine Irreführung der Verbraucher darstelle, denn unter anderem seien die Spenden Krombachers an den WWF nicht hoch genug, um tatsächlich Regenwald in der beworbenen Größe retten zu können.

Auch für fragwürdige Methoden wurde die Stiftung in der Vergangenheit mehrfach kritisiert. Ende der 1980er Jahre unterstützte der WWF den Kampf gegen Wilderei in Simbabwe mit einem Hubschrauber. Medien deckten später auf, dass dieser für sogenannte Shoot-to-kill-Aktionen eingesetzt wurde, in deren Verlauf rund 60 mutmaßliche Wilderer getötet wurden.

Schließlich deckt auch der Dokumentationsfilm „Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt“ kontrovers diskutierte Kooperationen auf. Die Organisation reagierte auf die Anschuldigungen mit Stellungnahmen beziehungsweise sogenannten Faktenchecks auf seiner Internetpräsenz.

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